Freitag, 5. Juni 2015
Gereizte Mamillen? Silberhütchen helfen
Mittwoch, 10. September 2014
Das Baby weint beim Stillen?
Verdruss an der Brust
Wenn das Baby beim Stillen weint...
Um der Ursache für Babys Unwohlsein auf den Grund zu gehen, ist es wichtig, auf den Zeitpunkt zu achten, an dem das Baby beim Stillen zu weinen beginnt: Weint es vor dem Trinken, während oder nach dem Stillen, so kommen unterschiedliche Ursachen für Babys Frust an der Brust in Frage:Das Baby weint vor dem Trinken:
- Eigentlich klappt es mit dem Stillen ganz gut, aber manchmal tritt Ihr Kind ganz plötzlich in den Stillsteik? Das könnte darauf hindeuten, dass das Kind durch ungewöhnliche Umstände irritiert ist. Vielleicht nimmt es einen ungewohnten Duft wahr? Ein neues Waschmittel, Deodorant oder Duschgel könnte die Ursache dafür sein, dass ihr Baby sich gestört fühlt. Versuchen Sie folgendes: Duschen Sie vor dem Stillen ohne Duschgel und tragen Sie danach Kleidung, die ohne Waschmittel gewaschen wurde. Wenn das Baby danach wieder ruhig trinkt, wissen Sie, dass es an einem ungewöhnlichen Duft gelegen hat.
- Größere Babys streiken manchmal, wenn sie vom Zufüttern Verstopfung haben. Hören Sie vorübergehend auf mit dem Zufüttern und fragen Sie Ihre Stillberaterin, wenn das Problem anhält.
- Haben Sie schon mal etwas von „Saugverwirrung“ gehört? Die Mundmotorik von Babys stellt sich in den ersten Lebenswochen immer besser aufs Trinken an der Brust ein. An der Brust zu trinken erfordert für Babys eine andere Technik als an einem künstlichen Sauger zu nuckeln. Bietet man dem Kind mal die Brust, mal einen Nuckel an, kann das die Kleinen gehörig durcheinanderbringen, sodass es den Anschein hat, das Baby käme mit der Brust nicht mehr zu Recht. Um dies zu vermeiden, sollte man kleinen Babys gerade in den ersten Lebenswochen nur die Brust anbieten und auf alle künstlichen Sauger verzichten. Solange das Baby nicht trinkt, können Sie dem Kind die abgepumpte Muttermilch mit einem Löffelchen einträufeln. Nach ein oder zwei Tagen wird sich die Saugverwirrung legen und das Baby trinkt wieder normal.
Das Baby weint während des Trinkens:
- Das könnte am Geschmack der Milch liegen: Starke Gewürze aber auch körperliche Anstrengung vor dem Stillen beeinflussen vorübergehend den Geschmack der Milch. Essen Sie deshalb etwas vanillehaltiges, vielleicht einen Joghurt oder Milchreis mit natürlicher Vanille. Das neutralisiert das ungewohnte Aroma und lässt die Milch angenehmer schmecken. Weil Babys süßen Vanillegeschmack so gerne mögen, setzten sogar Produzenten von künstlichem Babymilchpulver ihren Produkten Vanillearoma zu.
- Beim Trinken reagieren Babys manchmal mit Bauchschmerzen: Es knattert und grummelt im Bauch. Diese starken Darmbewegungen können sehr schmerzhaft für Babys sein. Ein warmes Bad oder ein lauwarmes Kirschkernkissen auf das Bäuchlein gelegt helfen, schmerzhafte Verspannungen zu lösen.
- Hat Ihr Baby Schnupfen, dann kann es beim Trinken nicht atmen und kann dementsprechend auch nicht in Ruhe seinen Hunger stillen. Spritzen Sie deshalb einen Tropfen Muttermilch in jedes Nasenloch, damit wird die Nase wieder frei.
- Einige Babys haben eine Lieblingsseite an der sie trinken, an der anderen Brust verweigern sie regelmäßig das Trinken. Das kann an unterschiedlich geformten Brustwarzen liegen, aber auch daran, dass die Milch auf einer Seite leichter ausströmt als aus der anderen Seite. Stillen Sie das Baby im Wiegegriff und lassen Sie das Kind von einer Brust zur anderen gleiten. Beenden Sie das Stillen mit der bevorzugten Seite. Das Baby ist gegen Ende des Stillens müde, an seiner Lieblingsseite fällt ihm dann das Trinken leichter.
Das Baby weint nach dem Trinken:
- Wahrscheinlich ist noch Luft im Bäuchlein und die drückt und tut weh. Lassen Sie das Kind deshalb gut aufstoßen. Es kann aber auch sein, dass das Baby besonders in den ersten drei Lebensmonaten zu Koliken neigt und von Bauchschmerzen geplagt ist. Der sogenannte Fliegergriff (das Baby bäuchlings auf dem Arm halten) und ein warmes Kischkernkissen aufs Bäuchlein helfen hier, die schmerzhaften Verspannungen zu lösen
Montag, 29. April 2013
Hautnah zusammen bleiben!
"Hier kann das Känguruhen mit unserem BONDING-TOP Dich unterstützen:
• Dem Aufbau der Eltern-Kind-Bindung und damit einer positiven, emotionalen und sozialen Entwicklung Deines Kindes
• Dem Steigern der eigenen elterlichen Kompetenz
• Erfolgreichem Stillen
• Verringern von Selbstvorwürfen
• Erhöhen des Selbstvertrauens
• Einem eventuell kürzeren Klinikaufenthalt
So wird das Top angewendet:
- Passende Größe auswählen
- Hineinschlüpfen
- Bonding-Top/Sectio-Top auf die Taille ziehen
- Das Baby auf die Brust legen
- Top bis zur Halskante des Babys hochziehen
Mittwoch, 13. April 2011
Muttermilch in der Kita mit Flasche geben
ich habe Ihr Buch übers Stillen gelesen und es hat mir bisher in schwierigen Situationen wirklich sehr geholfen, meine kleine Tochter einfach zu stillen. Jetzt ist sie 6 Monate alt, geht seit ein paar Tagen in die Krippe und nun gibts ein Problem auf das ich in Ihrem Buch keine Antwort gefunden habe. Aber Sie wissen bestimmt eine Lösung und deshalb hoffe ich, dass Sie mir einen Tipp geben können. Die Kleine soll nämlich in der Kita abgepumpe Muttermilch bekommen. Ich habe in den vergangenen 3 Monaten täglich Milch abgepumpt und für sie eingefroren. Allerdings lehnt sie die Fläschchen mit der abgepumpten Milch ab. Wenn ich sie vormittags in die Kita bringe, bekommt sie ihren Brei und danach trinkt sie nichts, auch nicht 2-3 Stunden später. Irgendwann gehe ich dann in die Kita und still' sie dort. Das ist aber bald nicht mehr möglich, wenn ich übernächste Woche wieder voll anfange zu arbeiten.
Was kann also ich und was können die Erzieherinnen tun, damit die Kleine das Fläschchen nimmt?
Vielen Dank für ihre Antwort im Vorraus und beste Grüße
es gibt zwei mögliche Lösungen sobald Sie voll arbeiten: entweder Ihre kleine Tochter nimmt die Muttermilch auf andere Weise als über die Flasche, oder sie isst einfach eine zweite Portion Brei und trinkt ihre Milch nur frisch aus Ihrer Brust wann immer Sie zusammen sind. Um ihr die Milch anders anzubieten, eignen sich Löffelchen, Becher oder Trinklerntasse - das kommt auch sehr darauf an, wozu die Erzieherin einwilligt. Wenn Ihre Tochter lieber eine zweite Portion Brei isst, dann könnte dieser mit Muttermilch zubereitet bzw. damit verdünnt werden bis er nur so dick wie etwa eine Kartoffelcremesuppe ist. So bekommt sie mehr Flüssigkeit. So einen Brei nehmen kleine Mädels oft lieber aus dem Glas als vom Löffel, weil sie da selbst mit beiden Händen das Glas halten und ihrem Appetit entsprechend kippen können - jedenfalls nach ein wenig Übung. Er ist aus dem Glas auch viel leichter zu füttern. Die Erzieherin hält es dabei an seinem unteren Ende fest. Ich empfehle diese Art des Fütterns sehr gerne, weil es Babys erlaubt, nach ihrem Essen zu greifen und die Menge selbst und direkt zu regulieren. Soweit meine Tipps - wenn Sie noch Fragen haben höre ich gerne von Ihnen.
vielen Dank für Ihre Lösungsvorschläge. Das werden wir alles schön ausprobieren und dann sind wir mal ganz optimistisch, dass die kleine Luise die Milch trinkt. Mit dem 2. Brei haben wir übrigens inzwischen begonnen. Sie bekommt ihn abends gegen 18 Uhr und ich habe da auch schon etwas Muttermilch mit reingemischt. Das klappt ganz gut.
Aber eine Frage drängt sich mir da doch noch auf. Die Kleine wird ab kommende Woche insgesamt 8 Stunden in der Kita sein. Wenn sie dort so wenig Flüssigkeit zu sich nimmt, braucht sie noch extra Tee oder so? Die Erzieherin hat es schon mal mit abgekochtem Wasser probiert, aber das hat sie auch abgelehnt. Ansonsten trinkt sie bei mir an der Brust 2 Mal abends - um 8 Uhr und um 11 Uhr. Und 2 Mal morgens - um 5.30 und um 9 Uhr.
Vielen Dank und schöne Grüße an Sie!
ich danke Ihnen sehr für Ihre Tipps und bin nun auch etwas beruhigt, dass wir den Tee noch weglassen können. Was das Einstellen unseres Kontaktes ins Internet angeht - das können Sie wirklich sehr gern tun. Ich bitte Sie nur, meinen vollständigen Namen und meine E-Mail Adresse im Internet wegzulassen.
Also, Vielen Dank und Frohes Schaffen!
Mittwoch, 17. März 2010
Langzeit-Stillen
Wie lange dauert eine "normale" Stillzeit?
Die Süddeutsche Zeitung berichtete vor Kurzem über einen (angeblichen) Trend zum "Stillen ohne Ende" und fasste zusammen: "Ärzte sind entsetzt, Übermütter begeistert." (http://www.sueddeutsche.de/leben/862/503090/text/). Der Artikel suggeriert, langes Stillen "verwöhne" die Kinder und werde von ärztlicher Seite abgelehnt. Der Kinderarzt Dr. med. Herbert Renz-Polster beschäftigte sich daraufhin mit der "richtigen" Stilldauer aus Sicht der evolutionären Verhaltensforschung und hat einen erhellenden Artikel dazu auf seine Webseite gestellt. Der Artikel darf gerne verlinkt, abgedruckt und weitergeleitet werden: http://www.kinder-verstehen.de/langzeitstillen.html
Samstag, 5. September 2009
Frühchen
Ihr Buch hat mir sehr gefallen.
Eine Frage ist bei mir noch offen geblieben: Meine Tochter wurde 9 Wochen zu früh geboren. Rechnet man das Alter von 6 Monaten für den Beginn der Beikost ab dem tatsächlichen Geburtstermin oder ab dem errechneten Geburtstermin?
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!
Mit freundlichen Grüßen
Petra W.
- Liebe Petra W.,
- freut mich, dass Ihnen mein Buch gefallen hat!
- Der Empfehlung, sechs Monate ausschließlich zu stillen und erst Beikost anzubieten, wenn das Kind ein halbes Jahr alt ist, liegt v.a. der Gedanke der Allergieprävention zugrunde und dabei geht es um Darm-Reife. Deshalb empfehle ich Ihnen, vom errechneten Geburtstermin auszugehen - denn wie soll der Darm die neun Wochen bereits eingeholt haben in seiner Entwicklung? Andererseits : Zeigt Ihre Tochter etwas früher schon sehr großes Interesse, dann brauchen Sie ihr ein wenig Beikost nicht strengstens zu verwehren - dies gilt, sobald sie vom errechneten Geburtstermin aus volle vier Monate alt ist. Denn auf jeden Fall relevant sind zwei Fakten:
- Bevor ein Baby im fünften Lebensmonat ist, würde ihm etwas anderes als Muttermilch oder Muttermilchersatznahrung schaden.
- Ihr Kind sollte so lange und so ausgiebig gestillt werden, wie Sie beide das wünschen. Muttermilch ist das Grundnahrungsmittel im 1. Lebensjahr, deshalb spricht man von "Beikost" bei den ersten Breien. In der Regel erleiden Kinder keinerlei Mangel wenn sie ein Jahr lang voll stillen und nichts anderes zu sich nehmen würden - andersherum kann das nicht behauptet werden. Muttermilch oder entsprechenden Milchersatz sollen unsere Kinder auf jeden Fall bis zum 2. Geburtstag bekommen.
- In meiner Erfahrung zeigt sich: Sobald ein Kind neue Lebensmittel gut verträgt und gut verwerten kann (= Reife der Stoffwechselorgane) hat es auch Appetit darauf! Und zwar genau in der Menge, die ihm gut tut. Deshalb meine obigen Empfehlungen.
- Viel Freude weiterhin mit der Ernährung Ihrer Tochter! Herzliche Grüße!
Fragen zum Stillen
Sehr geehrte Frau Weigert,
seit 4.8. bin ich nun glückliche Mutter eines Sohnes und hatte dank mehrfachen Lesens Ihres "Kleinen Stillbuches" einen wunderbaren Stillanfang mit unkompliziertem Milcheinschuss. Mein Sohn hatte bei Entlassung am Freitag sein Geburtsgewicht bereits überschritten, was will man mehr.
Jetzt daheim sind doch noch ein paar Fragen aufgetaucht, leider scheint meine Nachsorgehebamme nicht besonders kundig beim Stillen zu sein, denn die meisten ihrer "Tipps" widersprechen im Großen und Ganzen dem was ich bisher "gelernt" habe. Deswegen wende ich mich mit ein paar Fragen an Sie, meine Stillgruppe ist erst nächste Woche wieder und ich möchte bis dahin nichts verkehrt machen.
1. Ich stille zwischen 7 (bisher nur einmal) und 10 mal täglich, jeweils 30-60 Minuten lang, wobei der Kleine nicht kontinuierlich trinkt, sondern meistens anfangs 10-15 Minuten, dann wird er schläfrig, ich wickle ihn und dann "docken" wir noch ein paar Mal an bis er satt ist. Meistens braucht er ganz am Ende, wenn er wieder in seinem Bettchen liegt, nochmal einen Nachschlag, er wird dann unruhig, macht Suchbewegungen und schläft nach nochmal ca 1 Minute an der Brust dann ein. Ich habe das für mich als "Gemütlichkeitsschluck" definiert. Ist das denn alles so im Rahmen und ok? Meine Hebamme meint, 10 mal Brust am Tag wäre zu viel, das wäre wie in einer Wachstumsphase, aber so wie ich das verstanden habe, kommen die Kleinen dann ja eher stündlich zum Teil?
2. Mein Kind hat bis heute tatsächlich 600 (!) gramm zugenommen. Jetzt mache ich mir Sorgen, dass er zu dick wird, auch wenn es heißt, Brustkinder könnten nicht überfüttert werden. Die Hebamme rät zu Tee zwischendurch, ich halte eher weniger davon, heißt ja auch Stillen nach Bedarf und jetzt schon diätetische Massnahmen zu ergreifen, finde ich übertrieben. Was meinen Sie? Ich versuche mich gesund zu ernähren, aber muss gestehen, dass ich relativ viel Süßes und auch zum Teil Fettiges esse. Allerdings muss ich mich insgesamt eher zum Essen zwingen, um nicht noch rapider an Gewicht zu verlieren. Können sich überhaupt entsprechende Ernährungsgewohnheiten auf die Zusammensetzung der Milch auswirken und damit auf den Energiegehalt? Die Hebamme hat mich nämlich gefragt, ob ich viel Sahne essen würde (ernsthaft). Oder kann die Gewichtszunahme daher kommen, dass ich über 5 Tage pro Mahlzeit nur 1 Brust gegeben habe, da ich wahnsinnig viel Milch habe? Seit gestern gebe ich jetzt wieder beide Brüste pro Mahlzeit.
3. Im Zuge dessen, dass ich so viel Milch habe, habe ich die andere Brust bei den Mahlzeiten "auslaufen" lassen oder ausgestrichen, zum Teil habe ich mit der Handpumpe einmal angepumt und dann ins Vakuum ausgestrichen, für mich etwas einfacher. Ist das ok oder regt das auch die Milchbildung an?
4. Mein Sohn trinkt wie oben bereits erwähnt, selten kontinuierlich über einen längeren Zeitraum, das längste,was wir mal geschafft haben, waren 15 Minuten. Ansonsten setzt er immer wieder ab, macht Suchbewegungen und ich docke ihn dann erneut an (zunächst auch immer an derselben Brust, erst wenn ich den Eindruck habe, dass der Appetit nachlässt, wechsle ich oder wenn er wirklich die Warze aus dem Mund gleiten lässt). Gibt es etwas, was ich dagegen tun kann oder hat es mit der vielen Milch zu tun? Auch die insgesamt recht kurzen Mahlzeiten (also die wirkliche Zeit des Trinkens) machen mich etwas stutzig, auf der anderen Seite kann ich ihn ja auch nicht zum längeren Trinken zwingen...
5. Mein Sohn macht häufig Suchbewegungen, reißt den Mund ganz weit auf und möchte sich dann doch erst nach mehreren Versuchen andocken lassen. Haben Sie dafür eine Erklärung?
Vielen Dank für Ihre Mühe und für Ihr tolles Buch!
Viele Grüße
Veronika Johannson
- Liebe Frau Johannson,
- herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Sohn! Es freut mich sehr, dass Ihnen mein "Kleines Stillbuch" gut zur Seite stand!
- Ich habe Ihre Mail gerade aufmerksam durchgelesen und kann Ihnen sagen: Sie machen alles BESTENS!!! Hier meine detaillierteren Antworten auf Ihre fünf Fragen:
- Sie schildern hier das normale Trinkverhalten eines Babys in diesem Alter - sehr schön!
- Machen Sie sich bitte keine Sorgen! Sie haben vollkommen recht, ein Baby wird an der Brust nicht überfüttert und braucht in den ersten sechs Lebensmonaten nichts anderes als Muttermilch. Auch von Tee wird abgeraten. (Übrigens: alle meine Aussagen hier sind wissenschaftlich fundiert und keineswegs nur meine "Meinung"). Ihre Ernährung entspricht ebenfalls dem, was empfohlen wird - versuchen Sie, ihren Appetit auf Süßes (in der Stillzeit physiologisch bedingt und vollkommen normal) mit Sachen zu stillen, die von Natur aus süß sind - z.B. Datteln, getrocknete Aprikosen, etc. - und auch beim Fett kommt es auf die beste Qualität an, also hochwertige Pflanzenfette wie sie in Nüssen und Samen enthalten sind sowie in entsprechenden Ölen (Leinöl, Nussöl, Kernöl, Keimöl, etc.) Die Muttermilch entspricht immer den Bedürfnissen des Babys, unabhängig von der aktuellen Ernährungsweise der Mutter (in den westlichen Industrieländern), lediglich der Vitamingehalt und die Qualität der Fettsäuren lässt sich teilweise durch eine entsprechende Ernährung verbessern.
- Lassen Sie die Milch lieber auslaufen und verzichten Sie auf die Pumpe, die regt tatsächlich die Milchbildung an - so wie Sie es beschreiben dürfte das nicht sehr wesentlich sein, aber trotzdem: lieber nicht. Sie können die auslaufende Milch auffangen in einer speziellen Milchauffangschale, die es im Handel gibt.
- So wie Sie das beschreiben sehe ich es jeden Tag bei Babys in diesem Alter, Ihr Sohn gestaltet damit den Milchfluss nach seinen Bedürfnissen. Auch das Wechseln auf die zweite Seite beschreiben Sie ganz so, wie ich es in diesem Fall empfehlen würde.
- Auch dies: typisch in den ersten Wochen/Monaten. Es gibt ja auch keine Eile!
- Seien Sie also stolz auf sich und auf Ihren Sohn, freuen Sie sich, dass Sie so viel Milch haben, dass Ihr Sohn so gut gedeiht, dass er so schön trinkt, dass sich alles so wunderbar reguliert, v.a.: dass Sie so viel Liebe haben! Herzliche Grüße!
Sonntag, 10. Mai 2009
Auszug aus der Dokumentation 2008 der Beratungsstelle für Natürliche Geburt und Elternsein e.V., www.haeberlstrasse-17.de
Dass eine adäquate Vorbereitung auf das Stillen sinnvoll ist lässt sich Studien entnehmen die darauf hinweisen, dass die allererste Zeit der Stillbeziehung einen entscheidenden Einfluss auf deren Dauer und Erfolg haben kann. Gleichwohl ist die Stillbeziehung gerade in ihrer allerersten Zeit besonders störanfällig und wird durch verschiedene Umstände, v.a. durch die Personalknappheit in den Entbindungskliniken und hier in München durch den Mangel an Nachsorge-Hebammen, leider nicht immer ausreichend und fachgerecht unterstützt. Viel zu häufig klagen Mütter darüber, dass ihnen entweder niemand geholfen hat, oder dass ihnen vom wechselnden Personal widersprüchliche Anweisungen gegeben wurden. Ausserdem wird allzu oft, wie Erhebungen zeigen, auf Dinge zurückgegriffen welche erwiesenermaßer zu sogenannten Stillproblemen führen und die Stillzeit verkürzen1.
Hier Auszüge aus einem Bericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V.2 unter dem Titel: Mütter sind hoch motiviert - Stillen wird jedoch oft zu früh abgebrochen: “In den ersten Tagen und Wochen entscheidet sich, ob das Stillen gelingt oder nicht. Laut Ernährungsbericht der DGE ist es deshalb um so bedauerlicher, wenn eine stillwillige Mutter wegen vermeidbarer Probleme das Stillen aufgibt. ... Bereits während des Aufenthaltes in der Entbindungsklinik traten bei 40 % der befragten Wöchnerinnen Stillprobleme wie wunde Brustwarzen, zu wenig Muttermilch, Milchstau, Trinkprobleme und Brustentzündungen auf. Nach der Entlassung aus der Klinik hatten sogar 60 % der Mütter in den ersten beiden Lebenswochen des Kindes Stillprobleme. Die meisten der genannten Schwierigkeiten hätten jedoch mit einer kompetenten Information und Beratung vermieden oder behoben werden können.” Denn die genannten Schwierigkeiten gehören nicht ursächlich zum Stillen sondern sind erwiesenermaßen eine Folge von falschen Still-Ratschlägen und -Praktiken durch Fachpersonal. Zwar liegen berichtigende Empfehlungen der Nationalen Stillkommission vor, doch bisher werden diese nur in einem “Babyfreundlichen Krankenhaus” konsequent umgesetzt (erkennbar an ihrer Plakette). Diese Empfehlungen bestehen aus einem Bündel von sehr einfachen Maßnahmen, die Mütter erfolgreich unterstützen in ihrem Wunsch, ihr Neugeborenes problemlos zu stillen. „Mutter und Kind können sich z.B. am besten aufeinander einstimmen und kennen lernen, wenn sie Tag und Nacht im selben Zimmer verbringen. Dieses ´Tag-und-Nacht-Rooming-In´ wird bislang zu selten praktiziert. Auch sollten Sauger, Brusthütchen oder Schnuller in den ersten Lebenswochen bei gestillten Kindern nach Möglichkeit nicht gegeben werden. Wöchnerinnen sollten bei Bedarf außerdem vermehrt in alternativen Zufütterungsmethoden wie Becher-, Finger- oder Löffelfütterung unterrichtet werden... In früheren Generationen wurden Wöchnerinnen von ihren Müttern und anderen erfahrenen Frauen darin angeleitet. Doch heute haben viele Großmütter selbst keine Stillerfahrung. Es kommt also maßgeblich darauf an, dass und wie die Schwangeren in der Geburtsvorbereitung, nach der Entbindung in der Klinik und zu Hause angeleitet werden“, so die DGE. Zu den bedauerlichen Folgen dieser mangelnden Umsetzung der Empfehlungen der Nationalen Stillkommission: “Hoch motiviert starten die Wöchnerinnen: 91 % der Frauen versuchen nach der Geburt, ihr Kind zu stillen. Doch erhält die Motivation schon in den nächsten Tagen einige Dämpfer. Bei der Entlassung aus der Klinik geht der Anteil der ausschließlich stillenden Mütter schon auf 73 % zurück. Nach 14 Tagen stillen nur noch 60 % ausschließlich, gegen Ende des zweiten Monats 42 % und Ende des 6. Monats werden lediglich 10 % der Säuglinge ausschließlich gestillt.”
Hier in München bieten wir in der Beratungsstelle für Natürliche Geburt und Elternsein e.V. nun ein Kurzseminar zur Vorbereitung auf das Stillen an (1 Abend) an, das meine Kollegin Petra Schwaiger, Still- und Laktationsberaterin IBCLC, sehr kompetent leitet: "Stillen ab der ersten Lebensstunde". In ihrem sehr informativen Skript erzählt z.B. “Wilhelm, ein kleiner Säugling”, aus seinem aufregenden jungen Leben. Das beginnt so: “Ich möchte in den ersten Tagen ganz oft saugen und kleine Mengen von dem leckeren Kolostrum trinken. Das schmeckt mir, und mein kleiner unreifer Magen kann sich langsam an die steigende Milchmenge gewöhnen. Ich brauche zusätzlich keine weitere Flüssigkeit, und ich will dann auch nicht aus einer Flasche trinken, das ist Bäh!"
1SuSe-Studie 1997/1998; Bayrische Stillerhebung 2007
2 http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=136





